Im Mezzanin erzählt die Geschichte von Anna und Ettore, von Fabian und Anna, von Lebensgier und Heimat, von Liebe und Verlust, von dem was wir zu wissen glauben, dem was wirklich ist und dem was sich dazwischen befindet. Es ist auch die Geschichte einer Frau die ausbricht, die bürgerliche Moralvorstellungen weit hinter sich lässt, um herauszufinden, was sie will und wo sie hingehört.

 

Rezensionsnotizen zu Im Mezzanin:

"Ein starkes Stück Literatur, gut komponiert, sinnlich und tief berührend."

 

"Stella Stejskal zeichnet auf vielschichtigen Ebenen, was Frau-Sein im 21. Jahrhundert bedeuten kann. Im Mezzanin hat das Potenzial 'Ist-So-Weil-Ist-So-Weltbilder' ins Wanken zu bringen, Mütter über ihr Leben nachdenken zu lassen und wohl so manchen Mann zu irritieren."

 

 "Die betörenden zwischenmenschlichen Sequenzen, die mal zarten mal harten Momente und die wundervoll zärtlichen bis vulgären Dialoge, haben auch bei mir, als Mann, einen Kloß im Hals und ein Grinsen auf den Lippen bewirkt."

 

"Die Familienszenen, vor allem jene mit den Kindern, gehören zum Besten, zum Einfühlsamsten und Lebendigsten, was ich in letzter Zeit gelesen habe."

 

Der Blogger und Logiker Norbert Preining über Im Mezzanin : "A book about happiness and fulfilment, love and sex, responsibility and dependency, about life. (…). The author does not shy away from explicit language without ever dropping into the Vernacular, the banalities. She manages to convey the incredible tension of being stretched out between the necessities of daily life and the need for a more personal life.“

 

Literaturbloggerin Mareike Fallwickl über Im Mezzanin.

 

Der Roman ist aktuell als E-Book erhältlich. Die gebundene Ausgabe sucht einen Publikumsverlag. Restexemplare des Taschenbuches gibt es hier und hier und hier


"Macho Literaturbetrieb" #readfemale #Autorinnen #GetDiversity

Nina George zählt – sie zählt Frauen im Literaturbetrieb, seit Jahren – ihr Fazit ist ernüchternd und unter dem Titel "Macho Literaturbetrieb" nachzulesen. George zitiert u.a. Elena Ferrante, die einmal sagte: "Männer nehmen von Frauen geschriebene Bücher als Bücher für Frauen wahr." Ein Kritiker antwortete darauf: "Ein Frauenbuch ist ein Buch, das ich als Mann nicht verstehe."  Ich nehme das als Anlass um im Folgenden Bücher von Autorinnen zu listen, die  - da bin ich zuversichtlich - auch für Leser verständlich sind!

Bücher von Autorinnen die man(n) gelesen haben muss!

  

Scharfzüngig und allg. gesellschaftskritisch:

Siri Hustvedt, "Die gleißende Welt":  Ein Roman, der auf unterhaltsame Art und Weise die Rolle der Frau im Kunstbetrieb hinterfragt.

 

Marlene Streeruwitz, "Nachkommen": Ein Roman über den "Macho Literaturbetrieb“, über die Wirtschaftslage, über deutsche Dominanz, Gier und den Generationenkonflikt.

 

Sybille Berg, "Sex II": eine zynisch-humorvolle, scharfzüngige und durchwegs unterhaltsame Analyse der Stadtbevölkerung hier und heute - humorvoller Zynismus macht vieles aushaltbar!

 

Eltern-Kind-Thematik und Coming-of-Age Geschichten:

Angelika Klüssendorf, "Das Mädchen": Eine ergreifende und authentische Coming-of-Age Geschichte.

 

Anette Pehnt, "Chronik der Nähe": Ein Roman, der sich die Mutter-Tochter Beziehung zum Thema macht, den schmale Grat zwischen Respekt, Liebe, emotionaler Erpressung, Abhängigkeit und Schuld.

 

Maryse Condé, "Insel der Vergangenheit": Ein wahnsinnig starker Roman, ein Erzählsog der mitreißt, die Frage nach Identität, nach Leben, Lebensglück, nach Fiktion und Realität und dem Wert der Familie. Außerdem Hintergründiges über die Antillen (insbes. Guadeloupe).

 

 

Die Rolle der Frau, sexuelle Befreiung, Beziehungen:

Stella Stejskal, "Im Mezzanin": Eine moderne, lustvolle und geistreiche "Out-Of-The-Box" Liebesgeschichte, die sich die Rolle der Frau und Mutter hier und heute zum Thema macht und das romantische Liebesideal hinterfragt.

 

Nell Zink, "Der Mauerläufer": Ein sehr unaufgeregter Eheroman, der sich außerdem mit Ökotour- resp. terror-ismus auseinandersetzt.

  

Phoebe Müller, "Gejagte": Ein erotischer Roman über die ständige Suche nach mehr, nach anderem, nach dem nächsten Kick und über das, was dabei auf der Strecke bleibt. 

 

Simone de Beauvoir, "Die Welt der schönen Bilder":  Ein französische Intellektuelle, die auch Mutter ist, wird mit den grundlegenden Fragen konfrotniert, denen sie auszuweichen suchte: Wofür lebe ich? Wofür existiere ich? Wofür die Anderen? - interessante Einblicke und eine kritische Analyse.

 

Abenteuer und Hintergründe:

Janine die Giovanni, "Ghosts by Daylight": Die sehr persönlichen und bewegenden Aufzeichnungen aus dem Leben einer Kriegsreporterin, die auch Mutter ist.

  

Robyn Davidson, "Tracks": Eine Frau zieht mit Kamelen durch die faszinierende Wüste West-Australiens – auf eigene Faust und das bereits in den 70ern. Das Buch kommt ganz OHNE Wildromantik-Kitsch aus. 

 

Über das Schreiben:

Terézia Mora, "Nicht Sterben": Wer einen Roman schreiben will und Hilfestellungen zu Struktur und Aufbau sucht, findet sie hier. 

 

Lyrik:

Andrea Maria Keller, "Mäanderland" - "Gedichte, die ganz zart, den Nagel voll auf den Kopf treffen" von einer wortgewaltigen Wortakrobatin. 

  

Diese Liste wird laufend ergänzt. Anregungen hier.



SCHREIBWERKSTATT

Du schreibst und willst wissen wie Deine Texte auf andere wirken, ob sie auch wirklich das darin lesen, was Du erzählen willst? Wir wollen einander zuhören und Feedback geben, weil Textbesprechungen wertvoll sind auf dem Weg zur eigenen Schreibhaltung – und die braucht es, wenn Geschichten kraftvoll berühren sollen.

Zu diesem Zweck treffen wir uns etwa einmal pro Monat im denk:mal und zwar immer am Freitag oder Samstag.  Anmelden kannst Du Dich hier. 


Aus aktuellem Anlass: #voicesforrefugees , #refugeeswelcome

Heimat, was ist das?

Menschen werden geboren und sie sterben. Jeder Nagel den sie in die Wand schlagen, wird sie in der Konsistenz vermutlich überdauern und diese Endlichkeit ist es, die sie alle verbindet. In dem Zeitfenster, das sie Leben nennen, suchen sie eine Heimat. Sie schließen Freundschaften, entwickeln Vorlieben und Abneigungen, Eigenheiten und Fähigkeiten, sie bauen Häuser, gründen Familien und gehen verschiedensten Tätigkeiten nach. In allem was sie tun suchen sie Halt, Geborgenheit oder Sinn. Hin und wieder verlassen sie ihren vertrauten Hafen und setzen sich (bewusst?) der Fremde aus. Sie tun das aus unterschiedlichen Gründen, aus inneren oder aus äußeren. Manche tun es um zu reisen, zu erfahren, zu suchen und zu finden, andere tun es zur Erholung und wieder andere, weil sie keine Wahl haben. Im Laufe ihres Lebens rennen die meisten Menschen vor etwas davon oder auf etwas zu. Der Blick zurück kann schmerzen, vor allem dann, wenn die Brücken abgebrochen sind und der Boden unter den Füssen sich hart und steinig anfühlt. Niemand will auf Dauer alleine und verlassen am weiten Feld stehen, heimatlos. Der Mensch ist des anderen Menschen Hölle, lehrte uns Sartre – aber weil alles im Leben immer mindestens zwei Seiten hat, ist er auch dessen Hoffnung – mitunter die einzige. 

Wie kann jemand, der weiß wie Heimat sich anfühlt, anderen dieses Gefühl verwehren wollen?

 

Lasst uns einander mehr Hoffnung und Heimat sein und weniger Hölle! 

 


Im Mezzanin - Roman


Die Macht der Frau - eine kurze Replik zu Herrn Köppels umstrittener Aussage "Die Macht der Frau ist das Begehren des Mannes."